Bald ist wieder Spargelsaison
Wissenswertes über das „königliche Gemüse“
Spargel zählt zu den beliebtesten Frühlingsgemüsen und gilt seit Jahrhunderten als besondere Delikatesse.
Kaum ein anderes Gemüse verbindet saisonale Frische, kulinarische Vielfalt und gesundheitliche Vorteile so harmonisch wie die zarten Stangen.
Spargel ist ein besonders nährstoffreiches Frühlingsgemüse, das von April bis Ende Juni Saison hat.
Je nach Anbauweise ist er in drei Farben zu finden
Weißer Spargel wächst unter der Erde und bleibt dadurch hell, violetter bildet sich, sobald die Spitze Licht erhält, und grüner Spargel wächst vollständig über der Erde und entwickelt dadurch mehr Chlorophyll sowie ein kräftigeres Aroma.
Alle Sorten sind sehr gesund, sie bestehen größtenteils aus Wasser, enthalten kaum Fett und nur wenige Kalorien bei guter Nährstoffdichte.
Ballaststoffe wie Inulin fördern die Verdauung und tragen zu einer gesunden Darmfunktion bei. Gegart ist Spargel leicht verdaulich und auch für empfindliche Mägen gut
Alle Spargelsorten enthalten sogenannte Saponine, eine Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken.
Die Vitamine A, C und E sowie verschiedene B-Vitamine, insbesondere Folsäure, sind ebenfalls im Spargel enthalten, und es stecken auch wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphat und Eisen in den Stangen.
Menschen mit Gicht oder eingeschränkter Nierenfunktion sollten Spargel allerdings nur nach ärztlicher Rücksprache essen, da er viele Purine enthält, die den Harnsäurespiegel erhöhen können. In der Folge kann es zu Gichtanfällen und Schmerzen in den Gelenken kommen.
Spargel kann sowohl gekocht, gedämpft, gebraten als auch roh verzehrt werden, sollte dann aber besonders frisch und geschält sein. Eingefroren hält Spargel bis zu neun Monaten und sollte direkt gefroren verarbeitet werden.
Ein Ausflug in die Geschichte
Schon in der Antike wurde Spargel als Heilpflanze genutzt (der Begriff „officinalis“ aus dem lateinischen Namen des Spargels „Asparagus officinalis“ bedeutet so viel wie „arzneilich“ oder „Heilmittel“), bevor er ab dem 16. Jahrhundert systematisch als Nahrungsmittel angebaut wurde.
Fun Fact „Spargelpipi“
Etwa jede oder jeder Zweite kann – genetisch bedingt – die im Spargel enthaltene Asparaginsäure verstoffwechseln, deren Abbauprodukte den typischen Geruch verursachen.
Bei der anderen Hälfte riecht der Urin normal.
Zudem gibt es den Hinweis, dass nicht alle Menschen den typischen Uringeruch wahrnehmen können.
Quelle:
Deutsches Grünes Kreuz e.V. - www.dgk.de
Nachweise:
• https://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/gemuese/spargel-id213201/
• https://www.bzfe.de/kueche-und-alltag/vom-acker-bis-zum-teller/spargel/spargel-gesundheit-und-umwelt