Nachhaltigkeit verkauft keinen Wein
Warum Bio, PIWI und Co. im deutschen Weinmarkt eher Haltung als Kaufargument sind
„Nachhaltigkeit ist im Weinbau für viele Betriebe gelebte Realität. In Italien fördern zahlreiche Weingüter die Biodiversität im Weinberg oder reduzieren ihren Ressourceneinsatz deutlich – und das oft unabhängig davon, ob sie ihre Nachhaltigkeitsbestrebungen offensiv kommunizieren oder bürokratisch aufwendig zertifizieren lassen.
In der öffentlichen Diskussion entsteht allerdings häufig der Eindruck, dass Nachhaltigkeit ein zentrales Kaufargument im deutschen Weinmarkt sei.
Aus Vertriebssicht trifft das nur bedingt zu.
Tatsächlich stellt die kostenintensive Bio-Zertifizierung für viele Weingüter und Händler eine zusätzliche Hürde dar, die sich nicht automatisch im Abverkauf niederschlägt. So bleiben etwa die stark diskutierten PIWI-Weine ein Nischensegment für wenige spezialisierte Gastronomen und besonders interessierte Konsumenten.
Echte Marktrelevanz haben nachhaltig produzierte Weine aus Rebsorten mit Resistenzeigenschaften bislang nicht.
Auch Bio- oder biodynamische Weine werden im Fachhandel oft nicht nachgefragt.
Sicher stärkt Nachhaltigkeit die Glaubwürdigkeit eines Weinguts und ist ein essenzieller Teil unternehmerischer Verantwortung, sie ersetzt aber keine Qualität im Glas. In Verkaufsgesprächen gilt Sustainability daher tendenziell eher als positives Zusatzargument, selten aber als ausschlaggebender Kaufgrund.
Entscheidend sind nach wie vor klassische Faktoren, wie Herkunft, Rebsorte, Stilistik, Verlässlichkeit und ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wer also auch 2026 Wein erfolgreich vermarkten möchte, muss neben ökologischer Verantwortung vor allem Genuss, Identität und Emotion transportieren. Genau dort entscheidet sich auch künftig der Markterfolg.“
Zur Person:
René Sorrentino führt die Sorrentino Gruppe in zweiter Generation und prägt das Familienunternehmen mit seiner Leidenschaft für authentische italienische Genusskultur und seinem klaren Qualitätsanspruch.
Unter seiner Leitung hat sich der ursprünglich klassische Weinimporteur zu einer modernen Markenwelt rund um italienische Weine und Feinkost entwickelt.
Er steht für partnerschaftliche Beziehungen zu italienischen Produzenten, langfristiges Denken und eine klare Haltung zu Qualität und Transparenz – Werte, die das Fundament der Unternehmensphilosophie bilden und den Erfolg der Gruppe bis heute tragen.
Die Sorrentino Gruppe mit Sitz in Delmenhorst ist eine inhabergeführte Unternehmensgruppe, die seit 1995 italienische Weine und Feinkostprodukte nach Deutschland importiert und unter anderem mit einem innovativen „Direkt vom Weingut“-Konzept Weine und Feinkost vertreibt. Gegründet von der Familie Sorrentino wird die Firma heute in zweiter Generation von René Sorrentino und Benjamin Oelsner geführt.
Zum Unternehmensverbund gehören mehrere Marken und Geschäftsbereiche, darunter auch ein Vertrieb an Groß- und Einzelhändler. GES Sorrentino, der Italienspezialist für den Fachhandel, setzt dabei auf ein weitverzweigtes Netz an ausgewählten Produzenten in ganz Italien und steht für Qualität, Authentizität und langfristige Partnerschaften.
Weitere Informationen unter: https://www.ges-sorrentino.de/