Zwischen Trend und Täuschung: Sicher einkaufen über Social Media
Fünf Irrtümer beim Einkaufen über Social Media
Auf Instagram, TikTok und YouTube entdecken, vergleichen und kaufen viele Menschen Produkte direkt in der App.
Doch nicht jede Empfehlung ist unabhängig und nicht jedes Angebot seriös.
Die Debeka, aktueller Testsieger im Bereich privater Cyber-Versicherungen, zeigt fünf verbreitete Irrtümer und erklärt, worauf zu achten ist.
„Ein viraler Tipp ist auch ein guter Tipp“
Produktvideos wirken oft wie persönliche Empfehlungen, können aber bezahlte Werbung sein.
Erhalten Influencerinnen und Influencer Geld, kostenlose Produkte oder andere Vorteile, müssen sie den Beitrag als Werbung kennzeichnen.
Auch wer von einem Produkt überzeugt ist, kann dafür bezahlt worden sein – die Kennzeichnungspflicht gilt trotzdem.
Was hilft:
Auf Hinweise wie „Anzeige“ oder „Werbung“ achten. Fehlt eine Kennzeichnung, lohnt es sich, die Angaben eigenständig zu prüfen und unabhängige Quellen zu vergleichen.
„Im TikTok-Shop gelten andere Regeln als im normalen Online-Shop“
Das stimmt nicht! Auch beim Kauf über Social Media gelten grundsätzlich die üblichen Verbraucherrechte. Dazu gehören das 14-tägige Widerrufsrecht und die zweijährige gesetzliche Mängelhaftung. Sitzt der Händler außerhalb der Europäischen Union, kann es jedoch schwieriger sein, Ansprüche durchzusetzen.
Was hilft:
Vor dem Kauf den Händlersitz und das Impressum prüfen. Fehlen wichtige Angaben, ist es besser, vom Kauf abzusehen.
„Ein Super-Angebot muss ich haben“
Countdowns, Hinweise wie „Nur noch drei verfügbar“ und hohe Rabatte erzeugen Zeitdruck. Dadurch bleibt weniger Zeit, Preise, Anbieter und Produktangaben zu prüfen.
Ein hoher Rabatt beweist zwar keinen Betrug. Zusammen mit unrealistischen Versprechen oder fehlenden Anbietervorinformationen ist er jedoch ein Warnsignal.
Was hilft:
Den Shop außerhalb der App suchen und Bewertungen, Preise und Rückgabebedingungen vergleichen. Wirkt das Angebot unrealistisch, besser nicht bestellen.
„Man erkennt einen Fake-Shop sofort“
Ein professionelles Design macht einen Shop nicht automatisch seriös. Gefälschte Produktfotos und Bewertungen können Vertrauen schaffen. Warnsignale sind auch hier ein fehlendes Impressum, ungewöhnliche Internetadressen, unrealistische Preise und unsichere Zahlungsmethoden.
Was hilft:
Externe Bewertungen, Preise, Zahlungsmethoden und die Internetadresse prüfen. Treffen mehrere Warnsignale zu, sollte der Kauf abgebrochen werden.
„Was ich über Social Media kaufe, kann höchstens meinem Geldbeutel schaden“
Beim Einkauf kann man nicht nur Geld verlieren, auch persönliche Daten können betroffen sein.
Was hilft:
Zahlungsmethoden mit Käuferschutz bevorzugen und nur die Daten angeben, die für den Kauf notwendig sind. Konto- und Kreditkartenumsätze regelmäßig auf unbekannte Abbuchungen prüfen. Konten mit starken Passwörtern und Zwei-Faktor-Authentifizierung absichern.
Eine Cyberversicherung kann zusätzlich vor den finanziellen Folgen von Online-Betrug und Datenmissbrauch schützen.
Quelle:
Debeka Allgemeine Versicherung AG