Sommer, Sonne, Hautkrebs – schöne Haut braucht Verantwortung
Prof. CH Dr. med. Mehmet Atila, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Direktor der „Medical Inn“-Klinik in Düsseldorf, erklärt, warum Bräune mehr schadet, als viele vermuten
„Ich erlebe täglich, wie eng Ästhetik und Gesundheit miteinander verbunden sind. Gerade im Sommer wird das oft unterschätzt: UV-Strahlung ist einer der größten Risikofaktoren für Hautkrebs – sie wirkt leise, unsichtbar und über Jahre hinweg.
Dabei ist nicht nur Sonnenbrand das Problem, jede regelmäßige UV-Belastung summiert sich im Hautgedächtnis.
Bis zu 90 Prozent der Hautkrebserkrankungen stehen mit UV-Strahlung in Zusammenhang.
Selbst scheinbar moderate Sonneneinwirkung oder der Besuch im Solarium können langfristig Schäden verursachen.
Was viele ebenfalls überrascht: Bräune ist kein Zeichen von Gesundheit, sondern bereits eine Schutzreaktion der Haut auf Zellschäden.
In der plastisch-ästhetischen Medizin sehe ich die Folgen übermäßiger UV-Belastung frühzeitig: vorzeitige Hautalterung, Elastizitätsverlust und Pigmentveränderungen.
Moderne Verfahren wie Ultraschall, Lasertherapien, medizinische Peelings oder Microneedling, unter anderem auch mit Radiofrequenz, können UV-bedingte Veränderungen sichtbar verbessern.
Doch der entscheidende Punkt ist: Ich behandle oft das Ergebnis jahrelanger Hautbelastung.
Hochwertige Medizin bedeutet aber immer auch Prävention, Aufklärung und nachhaltige Hautgesundheit.
Ein konsequenter Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, mindestens SPF 30–50, das Meiden intensiver Mittagssonne und ein geschulter Blick für Veränderungen der Haut sind daher entscheidend.
Der Experten-Rat: Der Sommer sollte bewusst genossen werden – jedoch nicht auf Kosten der Hautgesundheit. Konsequenter Sonnenschutz ist keine Nebensache, sondern die wirksamste Anti-Aging-Strategie und zugleich der beste Beitrag zur Vorbeugung von Hautkrebs.“
Weitere Informationen unter www.medical-inn.com