Psychologe Ramón Schlemmbach sieht in der Kindheitsaufarbeitung ein zentrales Thema unserer aktuellen Zeit

... ab sofort Therapie-Stipendien möglich

"Unsere eigene Kindheit aufzuarbeiten ist eine zentrale Aufgabe unserer heutigen Zeit. "

Für Ramón Schlemmbach, (Paar-)Therapeut und klinischer Psychologe, liegt darin sogar eine gesellschaftliche Verantwortung.

Im Rahmen seiner psychologischen Arbeit hat er seinen Behandlungsschwerpunkt genau darauf gesetzt.

Und er hat den Nerv der Zeit getroffen:

Seit 2023 haben sich die Anfragen bei ihm verdoppelt. Um dabei auch Studierende, Alleinerziehende und Rentner eine Therapie zu ermöglichen, vergibt seine Praxis nun sogar Stipendien.

Im Rahmen der Stipendien übernimmt Schlemmbachs Praxis die Hälfte der anfallenden Kosten und ermöglicht so Zielgruppen Zugang zu seiner Arbeit, die diese sich andernfalls nicht leisten könnte.

In den Kindheitsaufarbeitungen sieht er eine entscheidende Rolle, unsere Gesellschaft zu drehen. Zu viele von uns gäben unsere Traumata und festgefahrenen Verhaltensschemata an die nächsten Generationen unaufhörlich weiter.
 
Diese Kette zu brechen, sei Aufgabe der aktuellen Zeit. Denn in ihr lebe die sogenannte „Kriegsenkel“-Generation, die immer noch durch die Erfahrungen ihrer Großeltern beeinflusst wird.

Doch heute müsse sie sich nicht mehr damit beschäftigen, Trümmer aufzubauen oder ihr physisches Überleben zu sichern. Jetzt hätten wir die Zeit und den Raum, die Kette des generationalen Traumas endlich zu durchbrechen.

„Der Vater, der damals kalt und dominant aus dem Krieg zurückkam, hat seine Traumata an den Sohn weitergegeben“, so Schlemmbach. „Aus dem Sohn ist sehr wahrscheinlich ein unterwürfiger Charakter geworden, der schlecht Nein sagen kann, weil er sich nicht anders entfalten konnte.

Wenn diese unterwürfige Sohn selbst Vater wird, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit bei dessen Sohn dann wiederum Konsequenz und Grenzen in der Erziehung fehlen, und so wird er selbst auch - auf eine andere Art und Weise - indirekt über den Vater vom Verhalten des Großvaters beeinflusst . Arbeitet er seine Kindheit nicht auf, gibt er noch einmal etwas an seine Kinder weiter, was denen zum Problem werden kann.“

Für Schlemmbach geht es bei der Kindheitsaufarbeitung daher vor allem auch um eines: Darum, gesellschaftliche Muster zu durchbrechen. „Wer sich professionelle Unterstützung sucht, sollte sich nicht schlecht fühlen und fragen „Was ist falsch mit mir?“ sondern es vielmehr als Chance und Verantwortung gegenüber der nächsten Generation betrachten.“
 
Wie viel Aufarbeitungspotential in der Kindheit steckt, hat Ramón Schlemmbach im Laufe seiner Berufsjahre selbst erst in ihrer ganzen Tragweite begreifen gelernt: Häufig hat er als Paartherapeut Pärchen mit ganz ähnlichen Problemen vor sich sitzen gehabt.

Während bei dem einen Paar ein bestimmter Ansatz bestens funktioniert hat, hat dieser beim nächsten Paar so gar keine Wirkung gezeigt.

„Irgendwann habe ich begriffen, dass all diese Menschen einfach ganz unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen, die irgendwie mit ihrer Kindheit in Zusammenhang stehen“, sagt er.

Wie unterschiedliche Menschen mit Erlebnissen aus der Kindheit umgehen, kann sich übrigens auch in exzessiven Verhaltensweisen – Social Media-Sucht oder exzessives Shoppen beispielsweise – „entladen“.

Seit er sich nun vorwiegend der Kindheitsaufarbeitung widmet, postet er dazu auch immer wieder Videos in den sozialen Medien und erkennt auch daraus, dass vorwiegend die ganz klassischen Kindheitsthemen sind, die die Menschen bewegen.

So hat ein Video zum Thema „Warum kann ich nicht nein sagen?“ in kürzester Zeit über 1,5 Millionen Clicks erreicht.
 
Mit seinem Fachwissen ist der klinische Psychologe, systemische Paar-Therapeut und Heilpraktiker für Psychotherapie, Ramón Schlemmbach, auch bereits als Experte bei u.a. Sat1 Frühstücksfernsehen, SWR3, Radio Fritz, Radio Charivari und in der Süddeutschen Zeitung abgebildet gewesen.

Sandra Eichner

Wer gern mehr erfahren möchte, schaut bitte direkt unter www.ramon-schlemmbach.de