Real-World-Daten: Mepolizumab bei schwerem eosinophilem Asthma

Wirksamkeit und Sicherheit von Mepolizumab bei schwerem eosinophilem Asthma?

Die italienische REALITI-A-Studie und eine begleitende Metaanalyse zeigen, dass Mepolizumab die Häufigkeit schwerer Asthmaanfälle signifikant reduziert, den Bedarf an oralen Kortikosteroiden verringert und die Asthmakontrolle signifikant verbessert, bei zugleich niedriger Nebenwirkungsrate.

Exazerbationen und eine unzureichende Krankheitskontrolle treten häufig bei schwerem Asthma mit eosinophilem Phänotyp (SAep) auf. Mepolizumab, ein monoklonaler Antikörper gegen Interleukin-5, hat in randomisierten kontrollierten Studien seine Wirksamkeit und Sicherheit bereits gezeigt. 

Das Ziel italienischer Forscher war es, die Evidenzlage zur Anwendung von Mepolizumab im Praxisalltag bei SAep zu evaluieren.

Mepolizumab bei schwerem Asthma mit eosinophilem Phänotyp: Daten zum Praxisalltag

Die Analyse basierte auf Daten italienischer Studienteilnehmer der globalen, prospektiven, beobachtenden Real-World-Studie REALITI-A. Der primäre Endpunkt war die Rate klinisch signifikanter Exazerbationen (CSE). 

Zusätzlich wurden durch eine systematische Literaturrecherche weitere italienische Real-World-Studien zu Mepolizumab identifiziert und in eine Metaanalyse einbezogen, um die Ergebnisse zu konsolidieren.

Real-World-Analyse und systematischer Review mit Metaanalyse

  • In der italienischen REALITI-A-Kohorte (n = 244) war die durchschnittliche Rate klinisch signifikanter Exazerbationen 12 Monate nach Beginn der Mepolizumab-Therapie signifikant niedriger als 12 Monate zuvor (0,67 vs. 3,74 CSE pro Patient und Jahr; relatives Risiko, RR: 0,18; 95 % Konfidenzintervall: KI : 0,15 – 0,22; p < 0,001).

  • Reduktion von Exazerbationen und Kortikosteroidgebrauch

  • Die Metaanalyse schloss insgesamt 863 Patienten ein. 

  • Die durchschnittliche Exazerbationsrate sank von 4,2 auf 0,71 pro Patient und Jahr nach Behandlungsbeginn.

  • Der mittlere Bedarf an oralen Kortikosteroiden verringerte sich um 8,66 mg/Tag (95 % KI: 6,17 – 11,16 mg/Tag; p < 0,0001) im Vergleich zum Ausgangswert von 10,0 mg/Tag. 

  • Das Risiko für eine Dauertherapie mit oralen Kortikosteroiden nach Mepolizumab im Vergleich zu vorher war um 63 % reduziert (RR: 0,37; 95 % KI: 0,27 – 0,52; p < 0,0001). 

  • Zudem wurde ein signifikanter Anstieg des Asthma Control Test-Scores um durchschnittlich 6,50 Punkte (95 % KI: 5,67 – 7,33; p < 0,00001) beobachtet. 

  • Der Anteil an Studienteilnehmern mit unerwünschten Ereignissen war gering.

Mepolizumab bietet konsistente Vorteile im klinischen Alltag

Die Ergebnisse aus der italienischen REALITI-A-Studie und der ergänzenden Metaanalyse zeigen, dass Mepolizumab eine niedrige Rate an Nebenwirkungen aufweist und konsistente klinische Verbesserungen erzielt. 

Mepolizumab stellt somit eine wichtige Therapieoption für Menschen mit schwerem eosinophilem Asthma dar, so das Fazit der Autoren.

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Original Titel:
Real-world effectiveness of mepolizumab in asthma: a systematic review and meta-analysis

Autor:
Di Bona D, Paoletti G, Carlucci P, Spataro F, Weng S, Howarth P, Canonica GW. Real-world effectiveness of mepolizumab in asthma: a systematic review and meta-analysis. J Asthma. 2025 May;62(5):861-871. doi: 10.1080/02770903.2024.2449229. Epub 2025 Jan 17. PMID: 39812421.