Weltkrebstag 2026: Psychosoziale Krebsberatung in Bayern: Niemand bleibt allein
Krebs ist mehr als eine medizinische Diagnose.
Hinter jeder Erkrankung steht ein Mensch mit seiner Geschichte, mit Ängsten, offenen Fragen, Belastungen in Familie und Beruf und oft auch mit finanziellen Sorgen.
Unter dem Motto „united by unique – Gemeinsam einzigartig“ rückt der Weltkrebstag 2026 genau diese individuelle Perspektive in den Mittelpunkt: Krebskranke Menschen sollen gesehen, gehört und in ihrer jeweiligen Situation unterstützt werden.
Die Bayerische Krebsgesellschaft (BKG) nimmt den Weltkrebstag zum Anlass, um auf ihr bayernweites psychosoziales Beratungsangebot aufmerksam zu machen.
In 13 ambulanten Psychosozialen Krebsberatungsstellen und 27 Außensprechstunden erhalten krebskranke Menschen und ihre Angehörigen kostenfrei und vertraulich professionelle Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung, persönlich vor Ort, telefonisch oder online.
Krebs betrifft uns alle, direkt oder indirekt. Allein in Bayern erhalten jedes Jahr rund 70.000 Menschen eine Krebsdiagnose. Krebs betrifft nicht nur die Erkrankten, sondern auch ihre Familien und Angehörigen. Umso wichtiger sind niedrigschwellige, verlässliche Unterstützungsangebote.
„Wenn die Diagnose Krebs kommt, gerät oft das ganze Leben aus dem Takt. Viele Menschen fühlen sich überrollt von Ängsten, Nebenwirkungen, Entscheidungsdruck und Existenzfragen. Genau hier setzen wir an: Wir hören zu, geben Orientierung und stärken Schritt für Schritt die Handlungsfähigkeit“, sagt Gabriele Brückner, Geschäftsführerin der BKG.
Ambulante Psychosoziale Krebsberatung: Entlastung, Orientierung und Halt
Die psychoonkologisch geschulten Fachkräfte in den Krebsberatungsstellen unterstützen bei seelischen Belastungen wie Angst, Erschöpfung oder Überforderung. Sie beraten zu sozialrechtlichen Fragen, wie Rehabilitation, Krankengeld, Schwerbehinderung oder Erwerbsminderung. Sie helfen bei Konflikten in Familie oder Beruf und informieren über Nachsorge.
Darüber hinaus vermitteln sie in Selbsthilfegruppen und weitere Unterstützungsangebote und bieten Gesprächsgruppen, Kurse sowie Hilfe in besonderen Härtefällen an.
„Für viele ist es eine große Erleichterung zu wissen: Ich muss diesen Weg nicht allein gehen. Gerade Angehörige stehen oft unter enormem Druck und brauchen ebenfalls Entlastung und Stabilisierung“, betont Gabriele Brückner. Die Angebote der BKG sind deshalb bewusst niedrigschwellig und auch digital erreichbar.
Neben der individuellen Beratung engagiert sich die Bayerische Krebsgesellschaft auch in der Prävention und Früherkennung. Ein gesunder Lebensstil, regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen, Sonnenschutz und die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen können das persönliche Krebsrisiko deutlich senken.
Für eine Zukunft, in der niemand mit Krebs allein ist
Die BKG setzt sich für ein offenes Miteinander ein, damit Menschen in Bayern einer Krebserkrankung mutig begegnen können.
Durch empathische und vertrauensvolle Begleitung sowie professionelle Hilfe schafft die BKG Sicherheit und Orientierung. So können Betroffene während und nach der Erkrankung souveräner mit der Situation umgehen.
„Ein unterstützendes Umfeld, Wissen und das Gefühl, nicht allein zu sein, machen einen entscheidenden Unterschied. Krebs darf kein Tabu sein – weder für Betroffene noch für ihr Umfeld“, so Brückner.
Gemeinnützig – und auf Spenden angewiesen
Damit die kostenfreien Angebote zur Krebsberatung der BKG auch in Zukunft bayernweit erhalten bleiben, ist die BKG auf Spenden angewiesen. „Jede Spende hilft, Menschen in einer der schwierigsten Phasen ihres Lebens aufzufangen und ihnen die Unterstützung zu geben, die sie brauchen“, unterstreicht die Geschäftsführerin.
Spendenkonto: Bayerische Krebsgesellschaft, SozialBank AG, IBAN: DE51 3702 0500 0007 8017 00
Weitere Informationen: www.bayerische-krebsgesellschaft.de