Umfrage zeigt erstmals: So denken Frauen in Wahrheit über das Gewicht ihres Partners

80 Prozent der Frauen mit übergewichtigem Partner sorgen sich um dessen langfristige Gesundheit. 

Gleichzeitig sagt etwa jede zweite Frau, dass er nichts gegen sein Gewicht unternimmt. Eine aktuelle Umfrage von Yazen zeigt erstmals, was Männer aus Sicht ihrer Partnerinnen vom Handeln abhält und warum gerade sie einen wichtigen Anstoß geben können. 

Dr. David Buchebner, Internist und Facharzt für Diabetologie, ordnet die Ergebnisse der Umfrage medizinisch ein und erklärt, welche Langzeitfolgen unbehandelte Adipositas bei Männern haben kann.

Rund 80 Prozent aller Frauen mit übergewichtigem Partner sorgen sich um dessen langfristige Gesundheit, etwa mit Blick auf Herz und Blutzucker. Gleichzeitig gibt etwa jede zweite Befragte an, dass ihr Partner nichts gegen sein Gewicht unternimmt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des digitalen, auf Adipositas spezialisierten Gesundheitsdienstleisters Yazen unter 1.255 Patientinnen aus fünf europäischen Ländern. 

„Adipositas kommt bei Männern häufiger vor als bei Frauen. Trotzdem ist nur ein Bruchteil aller adipösen Männer auch in Behandlung. Aus medizinischer Sicht ist eine möglichst frühzeitige Abklärung und Behandlung empfehlenswert, um Folgeerkrankungen zu vermeiden“, erklärt Dr. David Buchebner, Internist und Facharzt für Diabetologie.

Die Gründe für eine Nicht-Behandlung sind zahlreich

Die Umfrage gibt Hinweise darauf, warum sich viele Männer vor einer Behandlung sträuben. 29 Prozent der befragten Frauen geben an, dass ihr Partner Übergewicht gar nicht als gesundheitliches Problem wahrnimmt. 20,4 Prozent sehen die Kosten als Hindernis. 

Ebenfalls sagt ca. jede vierte Frau, dass ihr Partner Arztbesuche grundsätzlich meidet, und 19 Prozent glauben, dass er sein Gewicht als persönliches Versagen empfindet.

Dr. David Buchebner, Chief Medical Officer bei Yazen, kennt diese Gründe aus seiner täglichen Arbeit mit männlichen Patienten. 

„Viele Männer betrachten ihr Gewicht zunächst als kosmetisches Problem und nicht als Erkrankung. Gleichzeitig fällt es einigen schwer, sich Unterstützung zu holen. Das kann dazu führen, dass sie erst aktiv werden, wenn bereits gesundheitliche Beschwerden wie z. B. erhöhte Blutdruck- oder Blutzuckerwerte, eine Fettleber, Schlafapnoe, Gelenkbeschwerden oder eine nachlassende körperliche Leistungsfähigkeit auftreten“, erklärt der Facharzt, der bereits mehr als 1.500 Patient:innen behandelt hat.

Männer besonders häufig adipös und übergewichtig

Laut Robert Koch-Institut sind 60,5 Prozent der Männer hierzulande übergewichtig oder adipös. Bei Frauen liegt der Anteil bei 46,6 Prozent. 

Gleichzeitig hat Adipositas in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich zugenommen: Zwischen 2003 und 2023 stieg der Anteil adipöser Erwachsener von 12,2 auf 19,7 Prozent. 

Bei Männern kommt hinzu, dass sich überschüssiges Fett häufiger im Bauchraum ansammelt. Dieses sogenannte viszerale Fett steht unter anderem mit einem erhöhten Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung.

Adipositas kann zudem mit niedrigeren Testosteronwerten, erektiler Dysfunktion und eingeschränkter Fruchtbarkeit zusammenhängen und damit auch zu einem Problem für die Beziehung werden. 

„Adipositas ist eine chronische Erkrankung und keine Frage mangelnder Disziplin. Männer sollten deshalb nicht warten, bis erste Folgeerkrankungen auftreten“, sagt Buchebner.

Oft gibt die eigene Partnerin den ersten Anstoß für eine Behandlung

Ausgerechnet die Person, die sich laut der Umfrage häufig Sorgen macht, kann auch eine wichtige Rolle bei der Veränderung spielen. Untersuchungen zum Gesundheitsverhalten von Paaren zeigen einen sogenannten „Ripple Effect“: Verändert eine Person ihre Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, kann sich das auch auf den Partner auswirken. 

Selbst Partner, die nicht selbst an einem Abnehmprogramm teilnahmen, verloren in Untersuchungen teilweise an Gewicht. 

Auch Buchebner erlebt, dass der Wunsch nach Veränderung häufig nicht allein von der Zahl auf der Waage ausgeht. 

„Oft braucht es einen konkreten Moment, damit aus dem Gedanken ans Abnehmen tatsächlich eine Entscheidung wird. Das können gesundheitliche Warnsignale sein, aber auch der Wunsch, wieder fitter zu sein und beispielsweise mit Kindern oder Enkeln mithalten zu können. Auch die Sorge der Partnerin ist oftmals ein wichtiger erster Anstoß, von dem uns Patienten berichten“, betont Dr. Buchebner.

Motivation zum Abnehmen hat viele Gesichter

Wer lange wartet, muss nicht von heute auf morgen sein gesamtes Leben umstellen. Bereits eine moderate und dauerhaft gehaltene Gewichtsabnahme kann sich positiv auf verschiedene Gesundheitsparameter und die Lebensqualität auswirken. Entscheidend ist laut Buchebner, Übergewicht nicht erst dann ernst zu nehmen, wenn bereits Folgeerkrankungen entstanden sind. 

„Es geht nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Kilos zu verlieren. Entscheidend ist eine Behandlung, die zum Alltag und zur individuellen Situation passt. Dazu gehören Ernährung, Bewegung und Verhaltensänderungen und, wenn medizinisch sinnvoll, auch eine medikamentöse Therapie“, so Dr. Buchebner. 

Zur Umfrage
Die Yazen-Umfrage basiert auf Antworten von 1.255 Patientinnen aus Schweden, Norwegen, Dänemark, den Niederlanden und Deutschland. 436 der Befragten gaben an, einen übergewichtigen Partner zu haben. 

Mehrfachnennungen waren möglich. Die Ergebnisse spiegeln die Wahrnehmung der befragten Frauen wider. Die Umfrage ist nicht bevölkerungsrepräsentativ und erlaubt keine Rückschlüsse auf Männer in der Gesamtbevölkerung.

Über Yazen
Yazen ist ein digitaler Gesundheitsdienstleister für die Behandlung von Adipositas, einer chronischen Erkrankung, die langfristige Unterstützung erfordert. Das interdisziplinäre Team umfasst 290 Mitarbeitende, darunter über 220 Ärzt:innen und medizinische Fachangestellte. 

Yazen kombiniert moderne Medikamente mit kontinuierlicher digitaler Betreuung durch Ärzt:innen, Health Coaches, Ernährungsberater:innen, Psycholog:innen und Physiotherapeut:innen. Mehr als 50.000 Patient:innen befinden sich derzeit in Behandlung; insgesamt haben über 71.000 gemeinsam mehr als 888 Tonnen Gewicht verloren. Das Unternehmen ist in acht Ländern aktiv: Deutschland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Schweiz, Niederlande, Vereinigtes Königreich und Spanien. 

Wer gern mehr erfahren möchte, schaut bitte direkt unter https://www.yazen.com