Waschmaschinen-Schäden: Die größten Risiken erkennen und vorbeugen

Wenn der Waschtag zum Abenteuer wird

Rund 3.000 Wasserschäden werden täglich an deutsche Versicherungen gemeldet – Waschmaschinen sind oft die Ursache.

Wer die Schwachstellen kennt, kann Schäden verhindern und seinen Hausrat wirksam schützen. 

Die Debeka, eine der größten Versicherungen und Bausparkassen in Deutschland, klärt auf, wo die größten Risiken lauern und wie man richtig vorbeugt.

Die häufigsten Waschmaschinenschäden im Überblick

  • Geplatzte oder undichte Zulaufschläuche:
    Die häufigste Ursache für Wasserschäden. Schläuche werden mit der Zeit spröde oder nehmen Schaden durch Montagefehler. Bereits ein kleiner Riss reicht für einen erheblichen Wasseraustritt.

  • Defekte Dichtungen:
    Tür- und Anschlussdichtungen verschleißen und werden undicht. Schleichende Wasserschäden können zu Schimmel und aufgequollenen Böden führen.

  • Verstopfte Pumpen und Flusensiebe:
    Wird das Wasser nicht mehr abgepumpt, läuft die Maschine über oder undichte Stellen befördern diese Schäden weiter.

  • Elektronikprobleme:
    Steuerungsdefekte oder Fehlsignale führen zum unkontrollierten Wassereinlass. Auch Gewitter können Schäden verursachen.

  • Fehler bei der Installation:
    Falsch angeschlossene oder gelockerte Schläuche und eine instabile Aufstellung erhöhen das Risiko für Undichtigkeiten erheblich.

Prävention: So bleibt die Waschmaschine dicht

Um Schäden vorzubeugen, sollten einfache Maßnahmen regelmäßig umgesetzt werden:

  • Schläuche und Dichtungen alle drei Monate kontrollieren.
  • Zulaufschlauch spätestens alle fünf Jahre tauschen.
  • Aquastop-System verwenden – als Schlauch oder direkt im Gerät.
  • Flusensieb und Ablaufschlauch regelmäßig reinigen.
  • Maschine nur betreiben, wenn jemand zu Hause ist.
  • Wasserzulaufhahn nach jedem Waschgang schließen.
  • Bei der Montage auf professionelle Ausführung achten oder einen Fachbetrieb beauftragen.

Aquastop-Systeme: Sicherheit mit wenig Aufwand

Diese Technik unterbricht die Wasserzufuhr bei Schäden automatisch. Mechanische und elektronische Systeme bieten Schutz vor großen Wasserschäden. Viele Modelle lassen sich problemlos nachrüsten, manche Hersteller garantieren sogar die Regulierung entstandener Schäden, falls das System versagt.

Unbeaufsichtigter Betrieb – was ist erlaubt?

Gerichte urteilen: Eine übliche Abwesenheit während des Waschgangs gilt nicht als grob fahrlässig.

Wer allerdings längere Zeit die Waschmaschine unbeaufsichtigt laufen lässt, riskiert Einschränkungen beim Versicherungsschutz.

Viele Hausratversicherungen fordern inzwischen den Einsatz eines Aquastop-Systems.

Versicherungsschutz: Wer übernimmt welchen Schaden?

  • Hausratversicherung: 
    Schäden am eigenen Hausrat (Möbel, Kleidung, Teppiche)

  • Privathaftpflicht: 
    Schäden an Nachbarwohnungen oder fremdem Eigentum

  • Gebäudeversicherung: 
    Schäden am Bauwerk (Böden, Wände, Decken)

Sofortmaßnahmen bei Wasserschaden

  • Wasserzufuhr sofort abstellen.
  • Stromstecker ziehen.
  • Wasser aufwischen, gegebenenfalls Bereich trockenlegen.
  • Schäden fotografisch dokumentieren.
  • Versicherung und – falls nötig – Nachbarn/Vermieter informieren.

Fazit: Besser vorsorgen statt renovieren

Waschmaschinenschäden lassen sich oft durch einfache Kontrolle und technische Sicherheitssysteme vermeiden. Wer dazu auf einen zeitgemäßen Versicherungsschutz achtet, ist im Ernstfall auf der sicheren Seite. Regelmäßige Wartung, ein Aquastop-System und aktueller Versicherungsschutz sind die beste Absicherung gegen teure Überraschungen im Haushalt.

Quelle:
Debeka Versicherungen