MS bedeutet nicht, die Kontrolle über das Leben zu verlieren!

Neue Therapieoption bei Multipler Sklerose zugelassen

Schätzungsweise 2,5 Millionen Menschen sind weltweit an Multipler Sklerose erkrankt. Rund 250.000 davon leben in Deutschland.

Obwohl der individuelle Krankheitsverlauf bei MS-Patienten sehr unterschiedlich ist, findet bei bis zu 80 % der Patienten mit schubförmig remittierender MS (RRMS) ein Übergang in die sekundär progrediente MS (SPMS) statt.

Kommt es zu Beginn der Erkrankung zu sogenannten Schüben, also mehreren Entzündungsherden im Körper, die Beschwerden verursachen und dann plötzlich binnen kurzer Zeit wieder abklingen, nehmen diese bei der sekundären Verlaufsform zu.

Zwar ist die Ursache laut der in Wolfratshausen (Bayern) niedergelassenen Neurologin Dr. Michaela Krause noch nicht geklärt, dennoch gibt es viele Therapieoptionen, so die Medizinerin.

Die Forschung ist äußerst aktiv.

Demnach existiert seit Januar 2020 eine erste orale Therapie zur Behandlung von SPMS, welche mittels Tablette nun den Krankheitsfortschritt eindämmen kann: Laut aktuellen Studienergebnissen ist die neue Behandlung mit dem Wirkstoff Siponimod dazu in der Lage, bei frühzeitigem Therapiebeginn das Fortschreiten der Krankheit hinauszöšgern.

Konkret bedeutet dies, dass vor allem Alltagskompetenzen länger erhalten bleiben: Demzufolge verlängert sich unter dieser Therapie die Zeit bis zum Verlust der Gehfähigkeit um bis zu 4,3 Jahre.

Und auch kognitive Fähigkeiten können länger erhalten bleiben,  was letztlich für Betroffene nicht nur ein aktiveres, sondern vor allem auch ein selbstbestimmteres Leben bedeutet.

Den Kopf in den Sand zu stecken, sollte darüber hinaus laut Krause keine Option für Patienten darstellen.

Vielmehr ginge es darum, selbstbewusst aufzutreten, eine positive Grundeinstellung zur Krankheit zu entwickeln und auch das Umfeld mit einzubeziehen, um so letztlich einen selbstbestimmten Umgang mit der Krankheit zu entwickeln, die durchaus durch eine frühzeitige Therapie beeinflusst werden kann und eben nicht einen Kontrollverlust für Betroffene bedeuten muss.   

Über die Therapiemöglichkeiten bei SPMS
Die Therapieoptionen bei SPMS, der späteren Verlaufsform der MS, waren bislang stark eingeschränkt: Bisher wurden Interferone und immunstimulierenden Eiweiße verabreicht oder auch Mitoxantron, ein Wirkstoff, der auch im Rahmen von Chemotherapien Anwendung findet.

Eine eigens für die Verlaufsform entwickelte Behandlungsmöglichkeit gab es jedoch nicht.Erst seit Januar 2020 ist nun aber der Wirkstoff Siponimod in Deutschland für die Behandlung von SPMS zugelassen. Dieser kann als Tablette eingenommen werden und wird vom Arzt verordnet.

Quelle:
Wenn Sie gern mehr erfahren möchten, finden Sie weitere Informationen direkt unter www.msundich.de