Feste Seife: Keimschleuder oder plastikfreier Saubermacher?

Plastikmüll vermeiden liegt voll im Trend.

Viele fragen sich, wo sie im Haushalt Kunststoff einsparen können, damit die Umwelt weniger belastet wird. Da Plastikverpackungen häufig überflüssig sind und Einwegartikel aus Kunststoff oft durch Produkte aus anderen Materialien ersetzt werden können, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Eine davon ist, den Seifenspender vom Waschtisch zu verbannen.

Der Flüssigreiniger in Plastikflaschen hat seit den 1980er-Jahren die Badezimmer erobert. Die Alternative ist schlicht und einfach: wieder feste Seife benutzen. Wer das nicht aus eigener Erfahrung kennt, mag vielleicht denken, das sei unhygienisch. Zu Unrecht, sagen Wissenschaftler. 

Zwar fanden sich in Studien ein paar Keime auf dem Saubermacher – aber diese wurden in Versuchen nicht auf die Benutzer übertragen. Auch in puncto Reinigungskraft liegen Seifenstück und Flüssigseife gleichauf. Ein kleiner Nachteil des festen Reinigers liegt in der Optik: Seifenstücke können nach einiger Zeit unansehnlich werden, wenn sie nicht trocken gelagert werden, was sich jedoch mittels Abtropfschale leicht verhindern lässt.

Ein klarer Vorteil des guten alten Seifenstücks liegt im geringeren Verbrauch. Denn der Pumpmechanismus des Spenders lädt zum mehrmaligen Betätigen und damit zum Verschwenden ein – und das bei höherem Preis! Die feste Seife hingegen lässt man nur ein paarmal durch die Hände flutschen, bis es schäumt.

Es kann also festgehalten werden: Wer feste Seife statt Flüssigseife verwendet, spart Geld und produziert weniger Plastikmüll – ohne Gefahr für die Gesundheit.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch direkt beim Deutschen Grünen Kreuz e.V. unter www.dgk.de   
 
Quelle:
Utopia: Saubermacher oder Keimschleuder – wie hygienisch ist feste Seife? unter www.utopia.de