Nur müde oder dauerhaft erschöpft?

Fünf Fragen helfen dir, dein Wohlbefinden besser einzuschätzen

Ein schlechter Tag, eine kurze Nacht oder eine anstrengende Woche: Müdigkeit hat viele mögliche Ursachen. 

Doch was, wenn die Erholung ausbleibt, alltägliche Aufgaben zunehmend Kraft kosten oder selbst vertraute Aktivitäten kaum noch Freude bereiten? Auch innere Unruhe und Konzentrationsprobleme können Hinweise auf eine anhaltende Belastung sein. Entscheidend ist, solche Veränderungen wahrzunehmen und darauf zu achten, wie lange sie anhalten und wie stark sie den Alltag beeinflussen. 

Steffen Wirth, Geschäftsführer der health 4 innovation GmbH, hat gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Fred Harms einen umfangreichen Fragebogen entwickelt, der dabei helfen soll, das eigene Wohlbefinden bewusster wahrzunehmen. 

Fünf ausgewählte Fragen daraus laden dazu ein, die eigene Energie, Erholung und Lebensfreude genauer zu betrachten.

Wie viel Kraft hast du für deine täglichen Aufgaben?

  • Ich erledige meine Aufgaben meistens ohne größere Anstrengung.
  • Meine Energie schwankt und ich fühle mich gelegentlich schneller erschöpft.
  • Selbst einfache Aufgaben kosten mich inzwischen viel Kraft, und ich fühle mich körperlich oder mental anhaltend erschöpft.

Wie erholt fühlst du dich nach dem Schlaf?

  • Ich wache meistens ausgeruht auf.
  • Manchmal fühle ich mich trotz ausreichend Schlaf nicht richtig erholt.
  • Selbst nach ausreichend Schlaf fühle ich mich häufig erschöpft und finde nachts nur schwer zur Ruhe.

Wie gut gelingt es dir, abzuschalten?

  • Nach einem anstrengenden Tag kann ich gut entspannen und gedanklich Abstand zu meinen Aufgaben gewinnen.
  • Gelegentlich fällt es mir schwer, zur Ruhe zu kommen oder Belastungen hinter mir zu lassen.
  • Ich fühle mich häufig innerlich unruhig und kann selbst in Ruhephasen nur schwer abschalten.

Wie gut kannst du dich konzentrieren?

  • Ich bleibe bei meinen Aufgaben aufmerksam und kann mir wichtige Dinge gut merken.
  • Gelegentlich verliere ich den Faden oder vergesse Kleinigkeiten.
  • Ich habe häufig Schwierigkeiten, mich zu konzentrieren oder mir Dinge zu merken. Auch meine Leistungsfähigkeit lässt nach.

Wie viel Freude bereiten dir deine gewohnten Aktivitäten?

  • Ich genieße meine Hobbys und unternehme gerne etwas mit anderen.
  • Manchmal fehlt mir die Lust auf Dinge, die mir normalerweise Spaß machen.
  • Ich habe die Lebensfreude verloren. Aktivitäten, auf die ich mich früher gefreut habe, lassen mich inzwischen häufig gleichgültig.

Auswertung:

Überwiegend a) – Wenige wahrgenommene Einschränkungen

Insgesamt sprechen deine Antworten dafür, dass du dich derzeit meist leistungsfähig und ausgeruht fühlst. Ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und bewusste Erholungsphasen können dazu beitragen, dein Wohlbefinden zu unterstützen. Auch bei gutem Befinden lohnt es sich, Veränderungen im Blick zu behalten.

Überwiegend b) – Veränderungen genauer beobachten

Möglicherweise bemerkst du bereits Veränderungen bei deiner Energie, deinem Schlaf, deiner Konzentration oder deiner Lebensfreude. Achte darauf, wann die Beschwerden auftreten, wie lange sie anhalten und ob Erholung hilft. Bleiben die Symptome bestehen, nehmen sie zu oder beeinträchtigen sie deinen Alltag, kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein.

Überwiegend c) – Beschwerden ernst nehmen

Wenn Erschöpfung, Schlafprobleme, innere Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten oder der Verlust der Lebensfreude deinen Alltag belasten, lohnt es sich, diesen Veränderungen nachzugehen. Die Beschwerden können unterschiedliche Ursachen haben, die sich anhand der fünf Fragen nicht bestimmen lassen. Bei anhaltenden oder ausgeprägten Beschwerden empfiehlt es sich, ärztlichen Rat einzuholen, um mögliche Ursachen abzuklären und geeignete weitere Schritte zu besprechen.

Weitere Informationen unter www.health4innovation.com