Ist Einsamkeit genauso schädlich wie Rauchen?
Warum soziale Kontakte heutzutage immer wichtiger werden
TikTok, Instagram oder auch WhatsApp. In der heutigen Welt besteht ein digitales Überangebot an Entertainment, Konsum und Konnektivität. Jederzeit ist das Smartphone griffbereit in der Hosentasche. Trotz ständiger Erreichbarkeit fühlen sich jedoch immer mehr Menschen einsam.
Eine Studie der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2024 zeigt, dass Personen, die soziale Netzwerke täglich länger als zwei Stunden nutzen, deutlich häufiger von Einsamkeit berichten.
„Das Gefühl von Einsamkeit führt zu tiefgreifendem seelischem und körperlichem Stress“, warnt Dr. Anna Wohlthat, Gesundheitsökonomin, Epigenetik-Coachin und Investorin hinter Metabolic Balance, und fügt hinzu: „Laut der amerikanischen Psychologin und Professorin für Psychologie und Neurowissenschaften, Dr. Julianne Holt-Lunstad, ist das Fehlen von sozialen Beziehungen über einen längeren Zeitraum sogar ähnlich gesundheitsschädigend für den Körper wie das Rauchen von 15 Zigaretten am Tag.“
Die weitreichenden gesundheitlichen Folgen von Einsamkeit
Das gesundheitliche Risiko, das mit Alleinsein einhergeht, ist nicht zu unterschätzen. „Menschen ohne sozialen Kontakt neigen dazu, einen ungesünderen Lebensstil zu führen, und zeigen oft physiologische Veränderungen“, so Wohlthat.
Eine aktuelle Studie der University of California (UCLA) mit 93 Frauen untermauert dies
Die Gruppe mit hoher Einsamkeitswahrnehmung wies nicht nur einen höheren Körperfettanteil und eine qualitativ schlechtere Ernährung auf, sondern zeigte auch eine veränderte Gehirnaktivität in Regionen, die für Heißhunger verantwortlich sind. Unter Umständen führt soziale Isolation auch zu Bluthochdruck oder einem aktivierten Stresshormonsystem. Dies resultiert in einem dauerhaft erhöhten Cortisolspiegel, wie zahlreiche Studien belegen.
In der Folge schwächt dieser das Immunsystem, fördert systematische Entzündungen und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach Angaben der deutschen Hirnstiftung (DHS) lassen sich zudem 5 Prozent aller Ursachen für Demenzerkrankungen auf soziale Isolation zurückführen.
Bezogen auf Deutschland spricht man jährlich von 20.000 neuen Fällen. Verglichen mit anderen Auslösern, wie Hirntrauma, exzessivem Alkoholkonsum oder Fettleibigkeit, stellt Einsamkeit damit ein größeres Risiko für Hirnerkrankungen dar.
Die Bedeutung sozialer Kontakte
Das Prinzip von Social Media macht deutlich, dass der Mensch ein grundlegendes Bedürfnis nach Kontakt, Austausch und Zugehörigkeit hat. Trotzdem ersetzt die digitale Welt nicht persönliche Kontakte und Freundschaften, die diesen Bedarf decken. In einem Bericht vom amerikanischen Gesundheitsnetzwerk Atlantic Health wird darauf hingewiesen, dass gute Beziehungen den Organismus schützen und das allgemeine Wohlbefinden fördern.
Das Immunsystem wird gestärkt und das Risiko für Depressionen oder andere psychische Erkrankungen sinkt. Ebenfalls verbessert regelmäßiger Kontakt zu Menschen den Umgang mit Stress und wirkt sich positiv auf Herz sowie Kreislauf aus.
Um soziale Kontakte zu pflegen, bieten sich beispielsweise der Beitritt zu Vereinen, Gruppen oder der Besuch von Kursen an. So lassen sich Menschen finden, die dieselben oder ähnliche Interessen haben. Das vereinfacht den Beginn eines Gesprächs mit neuen Leuten immens.
Motivation durch Miteinander: die Kraft der Gruppe
Soziale Gruppen können einen entscheidenden positiven Einfluss auf das Erreichen individueller Gesundheitsziele haben. „In unseren Gruppen bei Metabolic Balance beobachten wir, wie der Austausch über Herausforderungen und Erfolge bei der Ernährungsumstellung ein starkes Gefühl der Verbundenheit schafft. Dieses Gefühl, die Reise nicht alleine bewältigen zu müssen, ist ein enormer Motivationsfaktor“, erklärt Wohlthat.
Coaches und andere Mitglieder dienen als Rückhalt, liefern wertvolle Tipps und stärken die Resilienz gegenüber Rückschlägen. Die Pflege sozialer Kontakte ist also keine Nebensache, sondern ein fundamentaler Bestandteil eines gesunden Lebensstils.
Wer gern mehr erfahren möchte, findet weitere Informationen unter www.metabolic-balance.de