Homöopathie in der Versorgung

... weniger Kosten, weniger konventionelle Arzneimittel, weniger Krankschreibungen und AU-Tage

Die französische EPI3-Kohortenstudie wurde in den Jahren 2012-2016 in der Primärversorgung durchgeführt. Es wurden 8.559 Patienten untersucht, die von 825 Allgemeinärzten wegen Muskel- und Skeletterkrankungen, Schlaf-, Angst-und depressiver Störungen oder Infektionen der oberen Atemwege behandelt wurden.

Angesichts der weltweit zunehmenden Polypharmazie, besonders im höheren Alter, liefert die Studie einen wichtigen Beitrag und ergänzt entsprechende Ergebnisse aus anderen europäischen Ländern. Zudem weist sie auf mögliche positive Effekte der Homöopathie innerhalb eines integrierten Versorgungsmodells hin.

Weitere Ergebnisse

  • Ca. 50 Prozent weniger Verschreibungen von Antibiotika, Entzündungshemmern und fiebersenkenden Arzneien in homöopathischen Praxen bei ebenbürtigem Therapieerfolg wie in konventionellen Praxen.

  • Ca. 50 Prozent weniger Verschreibung nichtsteroidaler Antirheumatika und Schmerzmittel, dabei kein signifikanter Unterschied zur konventionellen Gruppe in den Behandlungsergebnissen nach 12 Monaten.

Der Rückgang von Symptomen war in homöopathischen Praxen größer als in konventionellen. Gleichzeitig betrug die Wahrscheinlichkeit einer Verordnung von Psychopharmaka in der Gruppe der homöopathisch Behandelten weniger als ein Drittel im Vergleich zu konventionelle behandelten Patienten.

Eine Erhebung der Securvita-Krankenkasse

Die Securvita Krankenkasse hat im Jahr 2020 die Daten von 15.700 Versicherten, die mindestens drei Jahre lang regelmäßig bei homöopathischen Kassenärzten in Behandlung waren, auswerten lassen. Verglichen wurde diese Gruppe mit Versicherten, die keine Homöopathie in Anspruch nahmen. Zur Auswertung.

Die Auswertung zeigt

  • Verbesserungen der Lebensqualität unter homöopathischer Behandlung.

  • Bei krebskranken und mehrfach erkrankten Patienten nahm der Bedarf an Schmerzmitteln im Verlauf der Behandlung ab, während er in der Vergleichsgruppe zunahm.

  • Auch Krankenhausdaten sprechen für positive Effekte:

  • Bei Erwachsenen mit Depressionen sank die Zahl der Krankenhauseinweisungen unter homöopathischer Behandlung um 9,8 Prozent. In der konventionell behandelten Vergleichsgruppe stiegen sie hingegen um fast 32,6 Prozent.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den

  • Arbeitsunfähigkeitszeiten aufgrund von Depressionen, die wirtschaftlich besonders relevant sind. Diese gingen unter Homöopathie um 16,8 Prozent zurück, während sie bei rein schulmedizinischer Behandlung um 17,3 Prozent zunahmen.

  • Eine konsequente homöopathische Behandlung durch gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte kann von großem volkswirtschaftlichen Nutzen sein.

Rechnet sich Homöopathie für das Gesundheitssystem?

Dieser Frage ging der Hamburger Arzt und Wissenschaftsexperte Dr. med. Mirko Berger nach und sichtete aktuelle Studiendaten. Sein Fazit:

Die Zusammenschau der Studiendaten lässt den Schluss zu: Homöopathie kann Kosten sparen, den Medikamentenverbrauch reduzieren und Folgekosten durch Vermeidung von unerwünschten Nebenwirkungen verringern. Jenseits der Kostenfrage unterstreichen die meisten Studien den Behandlungserfolg, der im Rahmen der homöopathischen Behandlung erzielt wurde.

Der Bundesverband Patienten für Homöopathie (BPH)

Der BPH berät und informiert seine Mitglieder rund um die Homöopathie und darüber hinaus die Öffentlichkeit über die therapeutischen Möglichkeiten der Homöopathie, setzt sich für gute gesundheitspolitische Rahmenbedingungen und eine integrative Medizin ein, in der die konventionelle Medizin, die Homöopathie und weitere besondere Therapierichtungen Hand in Hand zum Wohle aller Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen.

Wer weitere Informationen sucht, schaut bitte direkt unter www.homoeopathie-online.info