Die richtige Betreuung für Menschen mit Demenz

Betroffene und ihre Angehörigen stehen vielfach nach der Demenzdiagnose vor der Betreuungsfrage.

Wie lange können Demenzkranke noch im vertrauten Zuhause leben und ab wann ist die Pflege in einer Betreuungseinrichtung notwendig? Das Serviceportal Wegweiser Demenz bietet umfangreiche Informationen und Beratung zu möglichen Wohn- und Lebensformen für Menschen mit Demenz.

Im frühen und mittleren Stadium der Krankheit können Menschen mit Demenz meist noch zu Hause leben. Damit dies optimal gelingt, sollten sich Betroffene und Angehörige schon früh darüber informieren, welche Unterstützung die Gesellschaft ihnen bietet.

Wenn die Krankheit aber weiter voranschreitet, ist Hilfe von außen erforderlich. Oft gilt es zu entscheiden, wo der an Demenz erkrankte Mensch am besten aufgehoben ist: bei der Familie, im Pflegeheim oder in einer Wohngemeinschaft? Nachfolgend die wichtigsten Informationen zu den Möglichkeiten.

Ambulante Pflege und Betreuung:
Derzeit leben in Deutschland etwa zwei von drei Demenzkranken zu Hause mit Angehörigen. Betreuungsgruppen, die von Wohlfahrtsverbänden, regionalen Alzheimer Gesellschaften und anderen Organisationen angeboten werden, entlasten die Verwandten für einige Stunden in der Woche. Ab Anerkennung einer Pflegestufe besteht Anspruch auf professionelle Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes, der z. B. beim Waschen hilft.

Tagespflege:
Angehörige müssen ihren Beruf nicht aufgeben, wenn sie einen Menschen mit fortgeschrittener Demenz im Kreis der Familie behalten möchten. Zu den Alternativen gehört die Tagespflege: Demenzkranke verbringen einen oder mehrere Tage pro Woche in einer Einrichtung, die auf ihre Bedürfnisse eingestellt ist. Am Abend kehren sie in ihre Familien zurück.

Demenz-WG und Pflegeeinrichtung:
In Demenz-Wohngemeinschaften teilen sich mehrere Demenzkranke eine Wohnung. Professionelles Pflegepersonal kümmert sich um die Mieter. Wenn Sie sich für eine Pflegeeinrichtung entscheiden, erfordert die Suche nach der geeigneten Einrichtung oft Zeit und Geduld. Der Wegweiser Demenz bietet hier Tipps und eine Checkliste.

Alle Angebote des Serviceportals Wegweiser Demenz des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finden Sie unter www.wegweiser-demenz.de . Mit der Adressdatenbank können in neunzehn Kategorien Hilfeangebote vor Ort recherchiert werden.     

Der Wegweiser Demenz wird herausgegeben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend