Juckende Augen, laufende Nase: Die Pollen fliegen

Viele freuen sich über steigende Temperaturen und sonnige Tage, allerdings beginnt dann auch die Zeit der tränenden Augen, laufenden Nasen und Niesattacken.

Rund dreißig Prozent der Erwachsenen und zwanzig Prozent der Kinder in Deutschland leiden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) im Lauf ihres Lebens an mindestens einer Allergie.[1] 

Heuschnupfen führt dabei die Liste der häufigsten Allergien an. 

„Bei DocMorris steigt die Nachfrage nach Medikamenten gegen Allergiesymptome von Jahr zu Jahr. Zudem werden Nasensprays, Augentropfen oder Tabletten mittlerweile früher bestellt als noch vor einigen Jahren. Dieses Jahr haben wir schon Anfang Februar einen Anstieg der Nachfrage bemerkt, vor drei Jahren lag der Start noch drei Wochen später“, so Sonja Thüllen, Chefapothekerin der Online-Apotheke DocMorris. Sie gibt zudem Tipps, wie man gut durch die Allergiesaison kommt.

Pollen meiden

Allergien sind lästig und können sich mitunter auf die Lebensqualität auswirken. Die allgemeine Empfehlung, den allergieauslösenden Stoff zu meiden, ist bei einer Pollenallergie kaum möglich. 

„Wer unter Heuschnupfen leidet, sollte versuchen, den Kontakt mit Pollen so weit wie es eben geht zu meiden und das eigene Zuhause möglichst pollenfrei zu halten. Dies gilt insbesondere für das Schlafzimmer, damit der Körper nachts Erholung findet. Duschen und Haare waschen am Abend verhindern, dass die Pollen ins Bett getragen werden. Auch die Kleidung vom Tag sollte man nicht im Schlafzimmer ausziehen, damit sich die anhaftenden Pollen hier nicht verbreiten“, empfiehlt Sonja Thüllen. 

Zudem ist es ratsam, den eigenen Tagesablauf nach Möglichkeit der jeweils aktuellen Pollenprognose anzupassen, ebenso wie die Lüftungsgewohnheiten. Es kann auch helfen, Pollenschutzgitter an den Fenstern anzubringen, die einen Großteil der Pollen abhalten.

Allergiebeschwerden lindern

Medikamente können helfen, Allergiesymptome zu lindern. 

„Nasensprays oder Augentropfen aus der Apotheke können bei laufender Nase oder tränenden Augen Abhilfe schaffen. Auch ein Antihistaminikum kann helfen. Dies blockiert den Botenstoff Histamin und verhindert bzw. mildert allergische Reaktionen. Allerdings können Antihistaminika zu Müdigkeit führen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Das sollte man berücksichtigen, wenn man auf das Auto angewiesen ist“, rät Sonja Thüllen. 

Zu den weiteren Maßnahmen zur Allergenvermeidung gehören verstärkte Reinigungsmaßnahmen im Haushalt, also das regelmäßige feuchte Abwischen von Oberflächen. Außerdem kann ggf. ein spezieller Pollenfilter im Auto hilfreich sein.

Heuschnupfen behandeln

„In jedem Fall ist es ratsam, Heuschnupfen auch bei erträglichen Symptomen nicht einfach hinzunehmen, sondern gezielt zu behandeln, da es sonst zu einem sogenannten Etagenwechsel kommen kann. Das bedeutet, dass die Allergie sich von den oberen Atemwegen auf die unteren ausbreitet“, so Sonja Thüllen. 

„Dann bleibt es nicht beim Niesen, sondern die Bronchien können womöglich angegriffen werden, so dass sich aus der Allergie ein chronisches Asthma entwickeln kann“ so Sonja Thüllen weiter 

Ein Besuch bei Arzt oder Ärztin ist empfehlenswert, um z. B. mit einem Allergietest die genaue Ursache abzuklären und eine mögliche Therapie festzulegen.

Mehr zum Thema Heuschnupfen unter: https://www.docmorris.de/ratgeber/magazin/krankheiten/heuschnupfen

Quelle
[1] https://www.rki.de/DE/...rgien.html