Haut im Wandel

Wie sich die Wechseljahre auf das Hautbild auswirken

Die Wechseljahre markieren einen tiefgreifenden Wendepunkt im Leben einer Frau – insbesondere auf hormoneller Ebene. 

Auch auf der Haut spiegeln sich diese Veränderungen unweigerlich wider. 

„Viele Frauen stellen fest, dass ihre Haut plötzlich anders reagiert als gewohnt und bewährte Pflegeroutinen nicht mehr greifen“, weiß Rolf Stehr, Founder und Creative Director von Stehr Cosmetics.

Hormonelle Umstellung

Im Laufe des Lebens lässt die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron nach. Ein Absinken des Östrogenspiegels ist der klassische Auslöser für bekannte Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Herzrasen und einen unregelmäßigen Zyklus. 

„Für die Haut hat der Östrogenmangel ebenfalls weitreichende Folgen: Der Zellstoffwechsel verlangsamt sich, die körpereigene Kollagenproduktion wird minimiert und die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu speichern, verschlechtert sich drastisch“, erklärt Rolf Stehr. 

Progesteron verlängert die Lebensdauer der Hautzellen, kurbelt deren Regeneration an und hemmt aktiv den Kollagenabbau. Ein Defizit macht sich deshalb ebenfalls schnell bemerkbar: Wassereinlagerungen lassen die Gesichtskonturen müder wirken und der Abbau des stützenden Kollagens wird spürbar beschleunigt.

Unterschiedliche Bedürfnisse

Die hormonelle Umstellung verläuft nicht bei jeder Frau gleich und auch die Haut reagiert deshalb immer individuell

„Während sie bei einigen Frauen plötzlich trocken wird, drücken sich die Wechseljahre bei anderen durch unreine oder ölige Haut aus. Deshalb sollte die Pflege immer auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden“, rät Rolf Stehr.

Trockene Haut

Etwa 36 Prozent der Frauen über 40 Jahre, bei denen die Wechseljahre eingesetzt haben, leiden laut einer Umfrage unter trockener Haut. 

„In solchen Fällen sind tiefenwirksame Feuchtigkeitsspender wie Hyaluronsäure unerlässlich. Auch Squalane können helfen: Sie legen sich zusätzlich wie ein schützender Film auf die Haut und bewahren sie vor dem Austrocknen“, weiß Rolf Stehr.

Unreine Haut

Rund 25 Prozent der Frauen über 40 und circa 15 Prozent der Frauen über 50 sind von hormonell verursachter Akne betroffen. 

„Bei Unreinheiten haben sich milde Fruchtsäuren wie Glycolsäure und Milchsäure bewährt. Sie befreien die Haut sanft von abgestorbenen Hautschüppchen und regen gleichzeitig die Zellerneuerung an“, berichtet Rolf Stehr.

Ölige Haut

Da die Testosteronproduktion im Gegensatz zum Östrogen- und Progesteronspiegel auch während der Wechseljahre konstant bleibt, kann die Entstehung von öliger Haut begünstigt werden.

 „Hier kommen Wirkstoffe wie Oleanolsäure und Extrakte der gelben Moambe zum Einsatz. Sie minimieren die Talgproduktion und mattieren sanft, ohne die Haut auszutrocknen“, erklärt Rolf Stehr.

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